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Besuch der Biogasanlage in Landringhausen

Mit dem Strom, den die Biogasanlage in Landringhausen produziert, können rund 450 Haushalte versorgt werden. Zusätzlich liefert sie Wärme, mit der die Ställe von Landwirt Haller im Winter beheizt werden können. Arndt Haller, der unsere Gruppe aus dem FDP Stadtverband Barsinghausen/Seelze sehr freundlich in seinem Schweinezucht- und Mastbetrieb begrüßt hat, zieht eine positive Bilanz: die Erwartungen, mit denen die Anlage vor fünf Jahren in Betrieb genommen wurde, haben sich erfüllt. Die positiven Wirtschaftsdaten waren nicht selbstverständlich. Immerhin steht die Biogasanlage mitten in einem Wasserschutzgebiet. Aus diesem Grund mussten Haller und seine Partner Jan Warneke und Cord Blume bei der Errichtung anspruchsvolle Umweltschutzauflagen erfüllen. Aber die Bedingungen, unter denen die Anlage betrieben wird, sind nahezu ideal. Arndt Haller liefert als Energieträger die Gülle aus seinem Zuchtbetrieb und seine Partner sind für die Lieferung der Maissilage zuständig, die der Gülle in einem Verhältnis von 60 zu 40 beigemischt werden muss, um das Biogas zu gewinnen. Zukäufe sind kaum notwendig.

Nach dem Zusammenbruch der klassischen Energieerzeugung durch Großkraftwerke wird die dezentrale Energieerzeugung unsere Zukunft bestimmen. Die Weiterleitung des Stroms aus den vielen Kleinkraftwerken und die Netzstabilität stellen dabei besondere Herausforderungen dar. Diese Entwicklungen darf die Politik nicht außer Acht lassen. Es gilt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die auch in Zukunft einen flächendeckenden "Black out" verhindern.